Die Natur bewundern

In unserer Umgebung gibt es mehrere Naturgebiete von besonderem Interesse.

Der Regionalpark der Monti Aurunci

Er wurde im Jahre 1997 gegründet und umfasst eine Oberfläche von 47.385 ha der Aurunci Berge. Der Park schützt eine unter gewissen Aspekten, besonders wichtige Zone: die höchsten Berge – Petrella, Sant’ Angelo, Altino und Redentore, die alle 1000 m Höhe übersteigen – liegen sehr nahe bei der Küste und blockieren die Luftströmungen des Nordens und zusammen mit der Einwirkung des Meeres, ist das Küstenklima äuβerst mild. Die den vom Meer kommenden Luftströmungen ausgesetzten Hänge weisen einen kargen und ärmlichen Pflanzenwuchs auf, hingegen zeichnen sich die Gipfel und die inneren Ebenen mit Buchen - , Steineichen – und Korkeichenwäldern, üppiger mediterranen Buschwäldern und steinigem Gelände aus. Auf niedriger Höhe gedeiht der Olivenbaum. Die Blumenarten sind sehr zahlreich vertreten. Es sind über zwanzig verschiedene Orchideensorten vorhanden, darunter die einheimische Ophrys Aurunca. Es sind nicht viele Tiergattungen anwesend. Vor allem sind hier viele Vogelarten, wie der Turmfalke und der Wanderfalke zu Hause. Bemerkenswert ist die Anzahl der karsischen Erscheinungen, wie Grotten, Schluchten und Dolinen.

Das Naturschutzgebiet von Campo Soriano

Im Gebiet der Monti Ausoni, zwischen den Gemeinden von Sonnino und Terracina liegt Campo Soriano. Es liegt auf einem zirka drei Quadratkilometer grossem Areal, auf 400 m Höhe und 8 km von der Stadt entfernt. Es ist ein sehr suggestives und unter dem geologischen Aspekt sehr interessantes Gebiet. Auf den Feldern wechseln sich 15 bis 25 m tiefe Dolinen, mit felsigen, bis zu 15 m hohen „Iceberg“, wie die der „Rava di San Domenico“ oder der „Cattedrale“, ab.

Das Natur- und Denkmalschutzgebiet des Jupitertempels

Mit einem Regionalgesetz ist der Monte Sant’ Angelo zum Natur - und Denkmalschutzgebiet geworden. Man erkennt den Ort leicht da er die natürliche Basis des, ebenfalls unter Denkmalschutz stehenden, Jupitertempels ist. Der Monte Sant’ Angelo mit dem, nicht weit vom Meer stehenden, Pisco Montano (eine vom Berg getrennte Kalknadel) gehören zu den Wahrzeichen der Stadt Terracina.

Die Oase von Ninfa

Dieses Naturschutzgebiet liegt auf dem Gemeindegebiet von Cisterna und Sermoneta, auf der Ebene unter dem Ort Norma. Kurz nach dem Jahre 1000 war Ninfa ein blühendes Städtchen. Es entwickelte sich um die rund um die Quelle, die auch heute noch einen kleinen romantischen See bildet und von der sich auch der gleichnamige Fluss bildet. Die Glanzzeit wurde ca. gegen Ende des Jahres 1200 erreicht, als Pietro Caetani, Neffe des Papstes Bonifazius VIII, den Ort kaufte. Ninfa wurde aber binnen 150 Jahren wegen Zwistigkeiten und der Malaria entvölkert. Die Sanierung des Gebietes begann im Jahre 1921 durch Gelasio Caetani. Einen herrlicher Garten wurde zwischen den Ruinen von Kirchen, Häusern, Kastell und Rathaus, der mittelalterlichen Stadt, angelegt. Dieses Werk wurde dann von den anderen Familienmitgliedern fortgesetzt. Die letzte Erbin, Donna Lelia, gründete dann die Stiftung „Roffredo Caetani da Sermoneta“, welche heute Ninfa und die umliegende, zirka 800 ha grosse Oase, zum Schutze der Fauna, verwaltet.

Regionalpark der Riviera di Ulisse

Besteht aus drei, landschaftlich und kulturell unter sich sehr verbundenen Zonen: Giànola-Monte Scauri, Monte Orlando, und das Natur- und Denkmalschutzgebiet Ausläufer Villa von Tiberius und Torre Capovento - Punta Cetarola.

  • Monte Orlando

    Auf einem 171 m hohen Ausläufer der Monti Aurunci, erstreckt sich der Regionalpark. Seine Oberfläche beträgt 53 ha und ist steil über dem Meer, nicht weit vom alten Stadtkern von Gaeta entfernt. Von hier geniest man ein herrliches Panorama steil über dem Wasser und den unterstehenden Kliffen. Diese weite, naturfreundliche Gegend umfasst eine besondere Pflanzenwelt und eine bleibende und wandernde Vogelwelt, Nagetiere und kleine Reptilien. Historisch – archäologische Reste sind gut im Kontext eingegliedert (das Grab von L. Munazius Planco, Festungen und bourbonische Kanonenbatterien), so auch die suggestive Wallfahrtskirche der Santissima Trinità und die „Montagna Spaccata“ (gespaltener Berg).

  • Gianola-Monte di Scauri

    Der Park liegt auf einer kleinen Halbinsel mit einer Anhöhe von 128 m in den Bergen von Scauri. Er befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Formia und Scauri - Minturno. Die Vegetation besteht aus dem mediterranen Buschwald und es sind Igel, Füchse, Wiesel und Reptilien, wie die Smaragdeidechse und die gewöhnliche Schildkröte hier ansässig. Innerhalb des Parks befinden sich wertvolle archäologische Reste, die auf das 1. Jh. v. Chr. zurückgehen: eine römische Villa die bis zum Meer absteigt und eine grosse, achteckige Regenwasserzisterne, die unter dem Namen ‚Tempel von Janus’ benannt ist. Der Park ist mit dem, 1930 erbauten, kleinen Hafen von Gianola ausgestattet. Er ist aus dem Fischteich einer römischen Villa und den Ruinen eines aus dem 16. Jh. stammenden Turmes entstanden. Der Turm, „Quadrata“ oder „Cavallieri“ genannt überragt den charakteristischen „Sassolini“ (Steinchen) Strand.

  • Natur- und Denkmalschutzgebiet Ausläufer Villa von Tiberius

    Es befindet sich im Gebiet der Gemeinde von Sperlonga. Es handelt sich um einen naturalistischen, urweltlichen, landschaftlichen, historischen, geologischen und paläontologischen wertvollen Ort. Der archäologische Teil besteht aus den Resten der Villa und Grotte von Tiberius und aus anthroposischen Sedimenten.


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